Auf den zweiten Blick

Es regnet. Die Straße ist leer. Gute Gelegenheit einfach mal drin zu bleiben und sich einzukuscheln. Oder: einfach raus. Ich gehe die Straße entlang, überquere sie und blicke den Fahrradweg entlang. Es ist ruhig, es nieselt nur noch ein wenig. Auf den ersten Blick nichts besonderes.

Weg

Ich gehe langsamer und schaue zu Boden. Ich sehe eine winzig kleine Schnecke, die sich Millimeter für Millimeter über den Boden schiebt. Beinahe hätte ich sie gar nicht gesehen und wäre einfach weiter gelaufen. Ich gehe weiter und schaue links und rechts ins Gras. Der zweite Blick offenbart das pure Leben. Wie oft bin ich hier vorbei gegangen oder gehe Wege und schaue nicht nach links und rechts. Was würde ich alles sehen, wäre ich aufmerksamer, würde mal den Blick senken und nicht immer nur geradeaus schauen und mit den Gedanken schon dort sein, wo ich eh gleich ankomme. Einfach mal verweilen. Zeit nehmen. Einen zweiten Blick riskieren.

10 Bilder im Schlossgarten Hanau

Mit dem 105er bewaffnet ging es in den Schlossgarten Hanau. In 10 Minuten. Ohne Stativ und Abendsonne mit diesem Objektiv gar nicht so einfach. Aber ich habe so ruhig wie möglich gehalten und mich diesmal auf alles konzentriert was blüht und unten auf dem Boden zu finden war. Der Schlossgarten eignet sich dafür wunderbar. So vielfältig und voller Farben.

Collage – 10 Bilder in 10 Minuten

Olympus-Wochenende

Ein Wochenende Berlin. Statt der Nikon habe ich die Olympus mitgenommen. Mir war etwas mulmig, denn bisher hatte ich immer die Nikon dabei und die olympus kannte ich noch nicht so gut. Aber drei Tage Berlin, da hatte ich genug Zeit die Funktionen (bei weitem nicht alle) auszutesten.

Eins muss ich sagen, so eine Städtereise ist viel angenehmer mit leichtem Gepäck. Ich hatte nur die Olympus dabei mit dem 14-42mm-Objektiv. Passt gut in die Tasche und lässt sich mit dem Olympus ECG-1 Handgriff super in der Hand halten.

Es ließ sich viel fotografieren. Wie Berlin halt ist. Sehenswürdigkeiten wie Fernsehturm, Bundestag, Siegessäule ein Muss oder auch die Herzen, sie sich überall in Berlin an Laternen, Bänken und Wänden befinden.

Mit der Olympus habe ich ausschließlich im ART-Modus „Monochrom“ fotografiert. Der Filter gefällt mir ganz gut und das Bild lässt sich direkt als JPG aufs Telefon ziehen und teilen. Am zweiten Tag bekam ich den Hinweis, dass man auch im M-Modus den ART-Filter verwenden kann – etwas praktischer, da ich hier auch auf die ISO Einfluss nehmen kann (anders als im ART-Modus).


Fazit: Eine Kamera, mit der es sich gemütlich in einen Kurzurlaub fahren lässt.

10 Bilder in 10 Minuten

Es regnet. Ich bin in Gedanken auf der Suche nach Fotomotiven. Ich nehme die Kamera und gehe einfach ein paar Minuten raus. Ich nehme mir 10 Minuten. 10 Minuten, um zu entdecken, was es zu entdecken gibt. Ich gehe die Straße hoch, sehe Häuser, die ich sonst auch sehe, schaue genauer hin, sehe eine kleine Figur – einen Fensterstoppen – gehe weiter, schaue entlang eines Zauns, durch den eine kleine vertrocknete Knospe ragt. Dann folgt eine kleine Mauer, auf der obendrauf ein kleiner Grenzpunkt thront. Entlang an Büschen und Sträuchern, die anfangen zu blühen, kurz auf den Spielplatz, auf dem der Regen seine Tropfen hinterlassen hat.

Fensterstopper

Grenzpunkt

Zaun

Ich glaube, ich habe durch die kurze Zeit und durch die vertraute und bekannte Umgebung noch etwas genauer hingesehen als sonst. Dies ist jedoch nur mein Blick – spannend wäre es zu sehen, was jemand  in genau derselben Zeit auf genau demselben Weg fotografieren würde.

Grundsätzlich eine neue Idee? Also nicht, dass ich jemanden denselben Weg entlang schicken möchte (wenn jemand dennoch möchte, bin ich gespannt auf das Ergebnis), sondern eher mit Fokus auf die 10 Minuten. Vor der Arbeit, in der Mittagspause, Abends – mal kurz raus, egal wo. Und das in 10 Minuten. Was lässt sich in dieser Zeit entdecken? Und damit es keine Bilderflut wird, sagen wir, reduziert auf max. 10 Bilder. 10 Bilder in 10 Minuten.

Unterwegs mit:
Nikon D7000 50mm

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Licht und Schatten

Eigentlich fällt es mir gar nicht so schwer den richtigen Moment zu erwischen. Das Ganze mit der richtigen Technik abzurunden, dann schon eher. Deshalb habe ich mir etwas Hilfe geholt und konnte im Studio von Dienstagmorgen ein bisschen herum experimentieren. Wann setze ich welches Licht von welcher Seite wie ein, damit ich den Schatten bekomme, den ich gern hätte. Nehme ich einen Blitz oder zwei? Ich habe es einfach ausprobiert. Stück für Stück die Blitze angeschaltet und immer mal verschoben, um zu sehen wie der Schatten wandert. Letztlich sind diese Bilder entstanden:

Fotografiert mit:
Olympus OM-D E-10 14-42mm

Hier habe ich heute noch so gestöbert:
http://beateknappe.de/shape-licht-und-schatten/

Struktur

Morgens ganz früh raus und die Stimmung im Wald genutzt. Die Vögel zwitschern wie wild und die ersten Hundebesitzer quälen sich raus. Trotzdem ist es total entspannend. Beim Spaziergang ist mir dann irgendwann aufgefallen, dass ich die ganze Zeit nach unten und auf Augenhöhe fotografiere. Dabei gibt es da oben so viel Struktur. Die Baumkronen sind echt schick. So verschlungen und interessant gestaltet.

Beim Thema Bearbeitung habe ich es dieses Mal trist gehalten. Ich finde, dass die verschiedenen Strukturen so noch besser zur Geltung kommen. Hier habe ich etwas experimentiert und die Baumkronen in einer Collage angeordnet. Einmal nach innen und einmal nach außen. Konnte mich irgendwie nicht entscheiden …

Fotografiert mit:
Olympus OM-D E-10 14-42mm

Zum Thema Wald habe ich dieses Mal diesen kleinen Beitrag entdeckt:
http://fotografieren-online.com/im-wald-fotografieren/