Ganz viel Grün und ein bisschen See

Ich bin müde. Eigentlich wäre ich viel lieber zu hause, würde mich aufs Bett fallen lassen und seelig schlafen. Aber es ist noch jemand bei mir. 217 Tage alt. Möchte beschäftigt werden. Alles sehen, die Welt entdecken. Also geht es an den See. Kein Badesee. Einfach ein See mit einem Weg drum herum. Der Weg ist schmal und holprig. Die Sonne zwängt sich durch jeden Zweig, scheint jedes Blatt beiseite zu schieben. Hohe Gräser versperren den Blick auf den See. Dahinter Geschnatter der Enten. Vor mir ein Lächeln und strahlende braune Augen. Immer wieder fällt die neue Sonnenbrille herunter und immer wieder hebe ich sie auf. Begeisternde Blicke nach links und rechts. Ein Lächeln für jeden Zweig. Ich habe die Nikon dabei. Ganz fest am Handgelenk. Und mein Nikkor 10-24 mm. Zwischen dem immerwährenden Kampf mit der Sonnenbrille, schaffe ich es ein paar Bilder zu machen. Ein paar Impressionen vom See. Mit Sonne und Sonnenschein. Ganz viel Grün und ein bisschen See.

Sommer in Graustufen

Sommer, Sonne, Sonnenschein – das verbinde ich eher mit tollen kräftigen Farben. Doch die Motive, die ich auf meinem Spaziergang gefunden habe, wollte ich bewußt in sw zeigen. Die Sonne scheint auch in Graustufen. Mal mehr, mal weniger. Und Sommerfeeling? Das bekomme ich ebenfalls in Graustufen – abhängig von Motiv und Stimmung.

Das Feld und ich

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Manchmal einfach Nebel

„Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.“

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Ein Auszug aus dem Gedicht von Hermann Hesse und so passend für diesen Tag und meine Stimmung. Ein Tag ohne Sonne. Nur Ruhe. Keine Massen, keine lauten Geräusche. Nur ich. Das Meer. Vereinzelt ein paar Möwen. Das Rauschen der Wellen. Hin und wieder eine Gestalt in der Ferne. Und so einsam und beklemmend es auch wirkt, allein sein ist nicht immer schlimm. Ich selbst bestimme diesen Moment und das was er mit mir macht. Ich bin zwar allein, aber ich vermisse niemanden. Nicht in diesem Moment. Das macht den Unterschied. Ich entspanne, erhole. Ich atme. Ich genieße die Ruhe. Und den Tag ohne Sonne. Im Nebel. Mit mir.

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Bunter Juni

Bunt deshalb, weil er reich gefüllt war. Ich war viel unterwegs und habe viel erlebt. Babykurse wie Pekip und Schwimmen mit vielen neuen Impulsen, Glücksmomenten und Bekanntschaften; ein Wellnesswochende in Bad Orb mit vier anderen Mamas und entspannten Stunden gefüllt mit Gesprächen und Seelebaumelnlassen; Spaziergänge in Wald und Feldern mit Blüten und Insekten und viel Ruhe; schwere Gewitter mit einigem Unglück (nicht für mich aber guten Freunden) und Lauschen der Regentropfen, die da an die Dachfenster prasseln; Serienabende (zur Zeit ist es Suits), die scheinbar niemals enden, begleitet von lecker Apfelchips; ein paar Joggingrunden am Abend und Vorbereitungen für den JP Morgan-Lauf, total ausgepowert bei einer Schnupperstunde Jumping-Fitness und entschieden das auf jeden Fall zu wiederholen; Nähkurse mit Freunden und neuen Nähprojekten (ich sag nur „Taschen“); Heimatbesuch in Kühlungsborn mit Anbaden (brrrr), lecker Fischbrötchen und gebratenen grünen Heringen; Fußball und Pizza am Harressee (gemütlich, freundlich, legga) und natürlich Fotos, Fotos, Fotos. So viele Bilder passen gar nicht in die Collage, also habe ich die genommen, die mir am liebesten sind. Mein Juni war bunt gefüllt.

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In dieser Art habe ich noch nie auf einen Monat zurück geblickt. Immer mal vereinzelt auf Erlebnisse, aber nicht auf einen gesamten Monat und auf das, womit ich ihn tatsächlich gefüllt habe.

Den Anstoß gab mir Patricia mit ihrem aktuellen Beitrag und ihren Verweis auf Mona.

 

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