Was die Natur formt

Der Frühling zeigt uns seit einiger Zeit eine Menge Formen und Figuren: Knospen, Blüten und Gräser. Überall. Und so vielfältig. Hummeln machen sich im Po breit, man muss raus, die Welt entdecken, die Frühlingsluft schnuppern. Da machen auch die vereinzelten Regentage nichts aus. Es wird wärmer und die Natur zeigt uns, was sie zu bieten hat.

Mit dabei das Weidenkätzchen, welches durch seine ovale Form und den flauschigen Pelz irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich hat. Ich kenne mich bei den einzelnen Arten nicht so gut aus, trotzdem bin ich immer wieder fasziniert – ob die Kätzchen nun gerade blühen oder sie sich gerade erst herausschälen.

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Ich mag den Krokus, der sich da vereinzelt in die Höhe schiebt und seine Krone nach oben hin öffnet. So stark. So farbenfroh.

Ich mag die Krokusfamilie da hinter dem Zaun. Einerseits beklemmend. Andererseits beschützend. Geschlossen (oder auch entschlossen) stehen sie da.

Ich mag die Schneeglöcklich, die da im Wind aussehen, als würden sie sich rege unterhalten. In ihren weißen Kleidern. Ein wildes Getummel.

Und ich mag die Gräser, so vertrocknet sie auch wirken, so ergänzen sie für mich das Bild inmitten der blühenden farbenfrohen Natur. So filigran. Farblich monoton.

Meine wichtigsten Zugbegleiter

Die dürfen auf gar einen Fall fehlen, denn es gibt immer jemanden, der telefoniert, laut redet, hustet oder schnarcht. Vor allem in der Bahn. Und bei 7 Stunden Fahrt braucht man schon mal ein wenig Ruhe bzw. Abstand. Ich jedenfalls. Aber das wichtigste: Mit der richtigen Musik einfach abschalten und die Gedanken schweifen lassen.

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Ebenso wichtig: Kaffee.
Punkt.

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Kindheitserinnerungen

Ein wenig melancholisch schlendere ich die Promenade entlang. Warum ist mir vor 12 Jahren nicht aufgefallen, wie gut mir die Luft, die Atmosphäre, die Menschen, die Landschaft, …, tut. Warum trifft es auch hier zu: Du vermisst es erst, wenn Du es nicht mehr hast. Ja. So ist es.

Vor 12 Jahren habe ich mich entschieden Mecklenburg Vorpommern und damit auch meine Heimat zu verlassen. In Kühlungsborn aufgewachsen. In Rostock studiert. So viele Erinnerungen, egal wohin ich gehe. Jeder Weg erzählt eine Geschichte. Die Straße hinunter zum Stadtwald, die großen Wurzeln am Wegesrand, die Kreuzung, die Promenade, die Seebrücke, die kleine Kneipe an der Ecke, das Fischhäuschen, der Strand, das Meer, einfach alles. Und auch die Menschen. So vertraut sind die Gesichter und erinnern mich an schöne und traurige Momente. Einige dieser Momente habe ich mitgenommen. Mitgenommen nach Hessen. Einige jedoch kehren erst jetzt zurück. Jetzt, wo ich hier entlang spaziere. Und ich überlege, ob mein Weg vielleicht über einen Ausflug oder Urlaub hinaus wieder zurück führt. Irgendwann?

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Serien

Dinge, die zusammen gehören. Scheinbar für sich stehen, aber in einer Gruppe dann doch interessanter wirken, eine Geschichte erzählen, das Gesamtbild anschaulicher gestalten oder die thematische Grundlage bilden. Ich fotografiere gern in Serie. Für mich stellt die Wirkung eines einzelnen Bildes zwar eine weitaus höhere Herausforderung dar, jedoch ist das thematische Zusammenfügen für mich mit einem größeren Reiz verbunden. Und oftmals bekommt ein einzelnes Bild mehr Bedeutung innnerhalb einer Serie.

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Strukturen im Einkaufszentrum MyZeil
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Blumen
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Balkonpflanze
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Holzstapel
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Anna
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Einzelkämpfer
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Blätter